Selbsthilfegruppen für Suchtkranke und Angehörige

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„Ja...Ja...Ja !“
Überschwängliche Freude war zu vernehmen...
dies könnte die Überschrift zum Ausflug 2010 sein.
von Roland H. Scheunemann

Pünktlich um 5:59:59 liefen die Bus-Räder an, so startete am 03. Juni der Ausflug des Freundeskreises Karlsruhe in das Altmühltal – unvergessen schön – vorweg. Da saßen wir nun alle im Bus voller Erwartungen, was denn unsere Jungs Ralf und Torsten für uns alle ausgeheckt hatten, und dies wurde dokumentiert in einer Broschüre mit Kurzinfo zu diesem Ereignis und bei Fahrtbeginn ausgehändigt.

Vom trockenen Karlsruhe in das völlig verregnete Regensburg, aber das Wissen - "morgen wird es schön (sein)" hielt die Laune aufrecht. Aber nicht nur dies Wissen, auch der hervorragende Beitrag der arrangierten Führerin in der Stadt Regensburg sorgte für gute Laune, denn was wir hörten, war sehr interessant. Ja, und dass Regensburg auch zum UNESCO-Welterbe gehört, das muss man eben wissen! Durchnässt und etwas frierend ging es zur Herberge, unserem Hotel,  und zu einem leckeren Abendessen.

Blauer Himmel – so empfing der Morgen danach uns allen zur Freude – Sonne pur! Ach, wie glänzten Torstens Augen bei der Bekanntgabe, wie er damit beschäftigt war, die ganze Nacht Wolken beiseite geschoben zu haben, er und Ralf – die Angeber. Nun ging es zum ersten Schmankerl nach Regensburg, zu der Befreiungshalle in Kehlheim. Sinn und Zweck dieser vor allem im Innenbereich imposanten Halle war mir auch nicht geläufig, aber dann begriff ich doch einiges zu "Waterloo". Ja und wie grinste sie, die Fremdenführerin, bei der Feststellung, dass auch zu dieser Schlacht seinerzeit die Bajuwaren zu spät kamen, was niemand mit Empörung erfüllte. Dass in der Halle selbst keine annehmbare Akustik existierte, wurde uns sehr deutlich. Nun, für Musikvorführungen wurde sie nicht gebaut.

Von da aus ging es nicht, wie geplant, zur Schiffsanlege Kehlheim - diese war aufgrund des Hochwassers gesperrt - sondern per Beene (zu deutsch: auf Schusters Rappen) über den Berg zum Kloster Weltenburg an der Donau, eine ausgezeichnete Gelegenheit, um unsere Kondition zu testen – ha. Dann erst einmal Mittagessen. Na klar, könnte jemand auf die Gedanken kommen und auch aussprechen „Hunger“, nein, nicht möglich, nicht eine Sekunde empfand ich bei diesem Ausflug Hungergefühle. Kaum war die Forelle runter-genossen, durften wir ein wenig das Gelände erkunden, und da gab es einiges zu sehen. Abermals führte uns eine Frau durch das Kloster und auch sie hatte enorm vieles zu berichten. Eine selten schöne und sehenswerte Klosterkirche! Nach der Führung ging's wieder "über den Berg", heim zum....Abendessen.

7:30h Frühstück, so stand es im Reiseführer (na endlich!) und dann ab nach Kloster Plankstetten. Und was empfing uns dort? Ein mit Leib und Seele ins Kloster verliebter Abt, ein Unikat an Wortgewalt und körperlicher Darstellung.

Eichstätt - zum zweiten Mal eine männliche Führung nach den drei ersten weiblichen. Was diese relativ kleine Stadt Eichstätt bot und bietet, wurde uns ausgiebig erklärt und auch hier wurden unsere Ohren und unser Gehirn belohnt.

Endlich mal wieder im Hotel angekommen, wieder ohne Hunger – puh, ging es nach dem Mahl zur gemütlichen Stunde und „ja..ja...ja“ vernahm ich und „tausend mal belogen...“, den Oldie "Marmor Stein und Eisen bricht" ebenso wie "Sierra Madre" usw.; und ich war beeindruckt von unseren temperamentvollen Mädels. Was diese boten, war selbst dem "Alleinunterhalter" neu, eine Rasselbande mit Humor und dem Willen, diesen zu bekunden – wie Feuer pur. Das war mir völlig neu - wie ich durch diese vier/fünf fröhlichen Geister belohnt wurde und ich weiß bis heute nicht, warum und wofür – fantastisch ist ein winziges Wort, nur wie anders darf ich dieses Erlebnis beschreiben?! Mit offenem Mund saß ich da, so berichtete mein Beobachter Hans-Peter beim Treffen am Dienstag danach. Na, das lasse ich mir auch gefallen – sie waren erlebenswert diese unsere Mädels vom Freundeskreis.

Und...wie arg, wie gemein noch vor dem Schlafen: Koffer packen, denn unser letzter Tag brach danach an. Noch stark beeinflusst vom Abend zuvor, ging es am Sonntag nach Nürnberg, diese für mich ganz neue Stadt, denn ich war noch nie dort. Und die Burg hat was und nicht wenig. Schön war für mich meine Begleitung, mein persönlicher Reiseführer. Mit Ludwig lief ich durch Nürnberg und bekam von ihm viel Wissenswertes über diese Stadt zu hören, auch zeigte er mir einiges, und ganz klar, auch während der EISBOMBE wurde gelehrt :-). Auch freue ich mich auf die persönliche, "neue" Bekanntschaft mit Ludwig, eben innerhalb des Freundeskreises.

Zu Beginn unsere Ausfluges ging es heraus aus dem trockenen Karlsruhe hinein ins regnerische Regensburg - und zum Ende verließen wir ein glutheißes Nürnberg hin zu einem Karlsruhe mit heftigem Gewitter – na, was für ein Abschluss; dennoch: pure Freude; mich konnte nichts umwerfen, nichts beeinflussen - nicht mal der Regen... hmm. Mit Ralf an Bord, wurde ich (fast) bis zur Haustüre gebracht – Service perfekt und genial von unserem Wolfgang, dem "weltbesten Fahrer aller Zeiten!!"

Danke an jeden einzelnen des Freundeskreises für diesen Ausflug – es war für mich ein ganz besonderes Erlebnis.

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